An die Decke, fertig, los!

Hängepflanzen sind eine schöne Abwechslung zu gewöhnlichen Zimmerpflanzen. Ein gezielter Akzent oder ein kleiner Dschungel im Wohnzimmer – mit diesen Pflanzen sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ein paar Besonderheiten in der Anwendung und Pflege beachtet, werden Sie diese Pflanzen lange begeistern.

Ihr Fensterbrett, Tisch und Regal sind schon mit Pflanzen geschmückt, Sie haben aber noch nicht genug? Dann können Sie ja an die Decke ausweichen. Hängen Sie Ihre Pflanzen einfach im Ampeltopf auf. Die Option ,Aufhängen‘ können Sie auch wählen, wenn Sie Fensterbrett und Co. nicht mit störenden Töpfen vollstellen wollen. Hänge- und Ampelpflanzen eignen sich in jedem Fall perfekt dafür. Ihre baumelnden Triebe sind eine gelungene Abwechslung. Und wenn Sie keine Pflanzen an der Decke wollen: Platzieren Sie die reizenden Hängepflanzen einfach auf Regalen.


Wohnzimmer-Wildnis.


Mit ein paar Hängepflanzen verwandeln Sie Ihr Wohnzimmer im Handumdrehen in einen kleinen Privat-Dschungel. Die tropische Efeutute (Epipremnum) mit ihren schönen Blättern leistet einen super Beitrag. Durch Züchtungen gibt es eine breite Palette an Blattfärbungen in Weiß, Gelb oder Hellgrün. Wenn Sie dieser Pflanze eine Kletterhilfe geben, können Sie ganze Regale oder Fenster umranken.

 

Der altbekannte Efeu (Hedera helix) ist ebenso ein Kandidat für ein dicht-grünes Wohnzimmer. In einer Ampel wirken seine kleinen, gezackten Blätter wie ein grüner Wasserfall.

Ein heller Standort und gleichmäßiges Gießen und diese zwei Hängepflanzen bleiben Ihnen lange erhalten.


Lässiger Blickfang.

Ausgefallene Hingucker erzielen Sie in jedem Fall, wenn Sie diese Hängepflanzen bei sich einziehen lassen. Vor allem an freien Stellen wirken sie besonders lässig.

Der Bolivianische Blattkaktus (Lepismium bolivianum) hat vierkantige sukkulente Triebe, die ihn sehr interessant machen. Wie eine Haarpracht hängen sie entspannt über den Topf.

Der Judenbart (Saxifraga stolonifera) ist auch sehr interessant, da die ausdrucksstarken Blätter oben dunkelgrün und unten rot gefärbt sind. Das i-Tüpfelchen sind die fadenförmigen Ausläufer mit kleinen neuen Pflänzchen daran. Am besten hängt der Judenbart an einem hellen Standort in einer Blumenampel.

 


Die Wachsblume (Hoya linearis) hat ihren Namen durch Ihre sternförmigen Blüten, die wie Wachs aussehen. Zusammen mit den fleischigen Blättern sehr außergewöhnlich. An einem sehr hellen Standort in einer Blumenampel wächst die Wachsblume besonders gut.

 

 

Die Rhipsalis sieht mit ihren sukkulenten Trieben einzigartig aus. Der Name der Rhipsalis leitet sich vom griechischen Wort „rhips“ ab, was so viel wie Flechtwerk bedeutet. Das beschreibt die ineinander verwobenen Triebe der Zimmerpflanze.


 

Filigrane Schmuckstücke.

Die Peperomie (Peperomia) bietet verschiedene Arten mit zarten, kleinen Blättern. Die Peperomia deppeana z.B. ist mit ihrer filigranen Erscheinung ein hübscher Hingucker an kahlen Wänden, in Ampeln oder auch auf festem Boden.

 

 

Die Erbsenpflanze (Senecio herreanus) hat eine ganz besondere Ästhetik. Ihre kleinen Blätter sind wie winzige Kugeln. Daher auch ihr populärer Name „Erbsenpflanze“. Stellen Sie sie an einen hellen Standort und genießen die elegante Wirkung.

 



Auch die Kletterfeige (Ficus pumila) ist hübsch als dezentes Schmuckstück. Ursprünglich wächst sie in Ostasien als Kletterpflanze. Ohne Kletterhilfe hängen ihre Triebe nach unten. Die Blätter sind grün oder grün-weiß meliert. Je bunter das Laub, desto mehr Licht braucht die Kletterfeige. Am besten wächst sie an einem halbschattigen, warmen Standort.

 

 

Beachten Sie ein paar kleine Besonderheiten, wenn Sie Hängepflanzen in Ampeln halten. So bleibt der Pflegeaufwand gering.

AUSSEHEN: Damit Ihre Hängepflanzen nicht zu sehr wuchern, schneiden Sie sie regelmäßig etwas zurück. So bleiben sie in Form. Wenn Sie mehrere Pflanzen nah beieinander platzieren, hängen Sie die größte nach unten. So entsteht ein Gleichgewicht und jede Pflanze wirkt für sich am besten.

STANDORT: Hängen Sie Ihre Ampelpflanzen nicht zu weit weg vom Fenster und auch nicht zu hoch. Das Licht kommt von schräg oben in unsere Zimmer. Ganz oben im Raum ist es also dunkler. Achten Sie außerdem darauf, dass die Ampel nicht lästig wird. Sie wollen ja schließlich Freude daran haben. Beachten Sie auch schlechte, aufsteigende Heizungsluft. Ein freistehender Platz ist am besten geeignet. Sie sollten ebenso den Boden mit bedenken. Gießwasser oder abgefallene Blätter und Blüten hinterlassen eventuell Flecken.

GIESSEN: Manchmal ist es in der Höhe schwer einzuschätzen, ob beim Gießen zu viel oder zu wenig Wasser geflossen ist. Deshalb sollte es gut nach unten abfließen können. Sie können z.B. Tongranulat verwenden, das die Feuchte speichert. Auch ein Wasserstandsmesser kann helfen, die Menge richtig einzuschätzen. Eine Gießkanne mit langem, gebogenen Ausgießer macht die Sache zusätzlich deutlich einfacher.
Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl. Quelle: Talking Brands