Zimmerpflanzen in Weiß

Faszination Weiß voll und ganz genießen

Die Farbe Weiß ist physikalisch die Summe aller Farben. Vielleicht hat sie deswegen kaum negative Assoziationen. Sie ist so gut wie die vollkommenste Farbe. Weiß ist ein Symbol für Reinheit, Unschuld und Neutralität. Sie steht für das Ideale und Gute. Sie zeigt Licht und Klarheit in jeder Hinsicht.

In vielen Kulturen werden weiße Tiere als göttliche Wesen behandelt. Die weiße Taube und das weiße Lamm im Christentum oder die heilige weiße Kuh in Indien. Daher ist sie auch die Farbe der Götter und Priester. Weiß steht ebenso für den Anfang. Deswegen trägt die Braut im Westen ein weißes Kleid. Alles was sauber und hygienisch sein soll ist weiß, wie Arbeitskleidung in Krankenhäusern und der Lebensmittelindustrie. Eskimos haben sogar ca. 200 verschiedene Namen für die Farbe, je nach Farbton.

Ganz schön vielfältig, diese einfache Farbe, die eigentlich gar keine ist. Wenn Sie die positiven Eigenschaften von Weiß gerne um sich haben möchten, können Sie in Ihrer Raumgestaltung glänzend darauf eingehen. Es müssen aber nicht gleich weiße Wände oder Möbel sein. Schon Zimmerpflanzen mit zarten weißen Blüten bringen die richtige Wirkung. Diese verzaubern Sie mit ihrer Lebendigkeit und lassen Sie die Faszination Weiß voll und ganz genießen.


Der hübsche Jasmin (Jasminum polyanthum) mit seinen zarten weißen Blütenständen bietet eine besonders filigrane Erscheinung. Zu Recht gilt er als eine der schönsten Blühpflanzen. Das Besondere am Jasmin ist der liebliche Duft, den seine Blüten versprühen.
In seinem Ursprungsland China ist der Jasmin ein Zeichen für die weibliche Sinnlichkeit. Denn nichts beeinflusst die Gefühlswelt so stark, wie Gerüche. Deswegen hingen sich Frauen in China beim ersten Besuch ihres Angebeteten Jasminzweige in ihre Zimmer.
In ein weißes Blütenthema passt der hübsche Jasmin perfekt. Seine sternförmigen Blüten mit dem angenehmen Duft unterstreichen ein entspanntes Ambiente perfekt.

Der Jasmin ist eine Kletterpflanze. Geben Sie ihm deswegen eine kleine Rankhilfe im Topf, wenn Sie nicht wollen, dass seine Zweige nach unten hängen.
An einem hellen, sonnigen Standort fühlt sich Ihr Jasmin am wohlsten. Gießen Sie ihn dazu regelmäßig, sobald die Erde antrocknet. Sie können die Pflanze auch zurückschneiden, um sie in Form zu halten. Warten Sie dafür aber bis nach der Blüte.


Die Calla (Zantedeschia aethiopica) ist eine sehr elegante Pflanze. Damit harmoniert sie hervorragend mit dem filigranen Jasmin. Vor allem in Weiß wirkt sie besonders vornehm. So bringt sie viel Klarheit in den Raum.
Ursprünglich stammt die Calla aus Südafrika. Im 18. Jahrhundert brachte sie der italienische Botaniker Giovanni Zantedeschi nach Europa. Diesem verdankt sie auch ihren botanischen Namen. Der Name Calla stammt aus der griechischen Mythologie: Calliope war die Göttin der Dichtkunst und vielfach für ihre Schönheit bewundert. Das griechische Wort „kallos“ bedeutet „körperliche Schönheit“. Wegen Ihrer beeindruckenden Hochblätter, die oft als Blüten bezeichnet werden, wird die Pflanze auch Calla genannt.

Am liebsten steht die Calla an einem warmen, sonnigen Standort. Den Halbschatten verträgt sie aber ebenso gut. Die weiße Calla gedeiht auch bei etwas niedrigeren Temperaturen als die bunten Exemplare. Gießen Sie Ihre Calla mäßig, sie reagiert sehr empfindlich auf Staunässe. Die Erde darf aber stets leicht feucht sein.


Das Einblatt (Spathiphyllum floribundum) wirkt ähnlich elegant wie die Calla. Es hat aber eine ganz besondere Eigenschaft: Es ist eine Blühpflanze für einen Standort mit wenig Licht. Mit seinen glänzend-grünen Blättern und den dicken Blütenkolben an den weißen Hochblättern bringt es garantiert Glanz in jedes Dunkel. Zusätzlich dazu ist das Einblatt ein effektiver Luftfilter, der wie eine frische Brise im Haus wirkt.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus den Tropen Amerikas. Mittlerweile ist sie aber eine sehr beliebte Zimmerpflanze in Europa. Ganz wie es aus seiner Heimat gewöhnt ist, sollten Sie Ihr Einblatt stets feucht halten. Da es gerne hohe Luftfeuchtigkeit hat, besprühen sie es am besten regelmäßig mit kalkarmem Wasser. Aus diesen Gründen ist das Einblatt perfekt für eine puristische Gestaltung in einem lichtarmen Badezimmer geeignet.


Die schöne Hortensie (Hydrangea) in Weiß macht besonders Eindruck. Nur wenige Pflanzen bieten so prunkvolle Blütenköpfe. Weiße Hortensien strahlen Eleganz und Zurückhaltung aus. Dabei hat sie ganz viel Kraft: Sie gehört zur Familie der Steinbrechgewächse. Ihre Wurzeln können sogar Steine durchdringen!

Woher die hübsche Pflanze ihren Namen hat, ist nicht ganz klar. Manche sagen, der Botaniker Philibert Commerson benannte sie nach einer Frau, seiner Geliebten oder vielleicht auch seiner Forschungsassistentin. Andere Theorien sprechen von Königin Hortense, Tochter von Josephine de Beauharnais und Napoleon als Namensvetterin. Oder Hortense de Nassau, Tochter des Prinzen von Nassau.

Der botanische Name „Hydrangea“ bedeutet auf jeden Fall so viel wie Wassertank. Das deutet schon auf das hohe Wasser-Bedürfnis der hübschen Pflanze hin. Gießen Sie reichlich und achten darauf, dass das Substrat nicht austrocknet.


Das Flammende Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana) wirkt mit seinen dicht gesetzten Blüten sehr niedlich. Dennoch ist es gar nicht zimperlich, es ist sogar äußerst robust. Die Blüten in Weiß bilden einen besonders schönen Kontrast zu den dunkelgrün glänzenden Blättern.
Ursprünglich stammt die Kalanchoe aus dem Süden Afrikas und aus China. Ihr Name ist vermutlich eine Abwandlung ihres chinesischen Namens ‘kalan chau‘. Seit den 30er Jahren hält man sie in Europa als Zimmerpflanze.

Einen hellen Standort mag die Kalanchoe am liebsten. An die Temperatur hat sie allerdings keine hohen Ansprüche. Gießen müssen Sie nur alle 1 - 2 Wochen. Eine ziemlich angenehme Zeitgenossin, die hübsche Kalanchoe.
Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl. Quelle: Talking Brands