BLICKFANG!
BLICKFANG!

KLASSIKER MIT HÜBSCHER BLATTFÄRBUNG, BEEREN & STAUDEN

AUF DEN PUNKT GEBRACHT:
Wenn die Tage kürzer werden, übernehmen neue Qualitäten die Hauptrolle im Garten. Farben, Formen und Fruchtschmuck halten den Garten bis weit in die Saison hinein lebendig.

Der Herbst hat seine ganz eigenen Stars. Während viele Sommerblüher langsam in den Hintergrund treten, sorgen farbenprächtige Blätter, dekorative Beeren und spätblühende Stauden für neue Höhepunkte im Garten. So entstehen Pflanzungen, die sich mit jeder Woche ein wenig verändern und immer wieder neue Details zeigen.

Die Blüten des Purpur-Sonnenhuts (Echinacea purpurea) sorgen über viele Wochen für leuchtende Farbtupfer. Seine markanten Blütenköpfe ziehen Bienen und Schmetterlinge an und verleihen Pflanzungen eine natürliche Wirkung. Die robuste Staude stammt aus den nordamerikanischen Prärien und wurde dort von indigenen Völkern als Heilpflanze genutzt. An einem sonnigen Standort entwickelt sie sich besonders gut und verträgt auch Trockenperioden.

TIPP:
Verblühte Blütenstände erst im Frühjahr zurückschneiden. Sie setzen im Winter interessante Akzente und dienen Vögeln als Nahrungsquelle.

Die HERBST-ANEMONE (Anemone hupehensis) verleiht dem Garten zum Saisonende noch einmal eine besondere Leichtigkeit. Ihre schalenförmigen Blüten schweben auf langen Stielen über dem Laub und bilden einen reizvollen Kontrast zu Gräsern und anderen Herbststauden. An einem hellen Platz mit gleichmäßig frischem Boden entwickelt sie sich über viele Jahre zu einem stattlichen Horst. Bereits im 19. Jahrhundert gelangten Herbst-Anemonen aus Ostasien nach Europa und zählen bis heute zu den beliebtesten Blütenstauden für die zweite Gartensaison.

SCHON GEWUSST?
Der botanische Gattungsname Anemone leitet sich vom griechischen Wort für „Wind“ ab. Eine passende Bezeichnung für die filigranen Blüten, die schon bei einer leichten Brise sanft in Bewegung geraten.

Als wärmeliebender Strauch aus dem Mittelmeerraum verbindet der MÖNCHSPFEFFER (Vitex agnus-castus) attraktives Laub mit einer langen Blütezeit. Die violettblauen Blütenkerzen erscheinen von Juli bis in den September und werden gerne von Bienen und Schmetterlingen besucht. An einem geschützten Platz mit viel Sonne und gut drainiertem Boden entwickelt er sich besonders gut. Sein fein gefiedertes, sommergrünes Laub prägt das Erscheinungsbild des Gehölzes auch außerhalb der Blütezeit.

ÜBRIGENS:
Seinen Namen verdankt der Mönchspfeffer den pfefferähnlichen Früchten, die früher als Gewürz genutzt wurden.

Wenn sich viele Pflanzen bereits auf die Winterruhe vorbereiten, beginnt für den HERBSTENZIAN (Gentiana scabra) die große Saison. Seine trichterförmigen blauen Blüten erscheinen im Herbst, wenn viele Stauden bereits verblüht sind. Am wohlsten fühlt er sich in humusreicher, frischer Erde an einem hellen Platz ohne pralle Mittagssonne. Die Art stammt ursprünglich aus Ostasien, wo Enziane seit Jahrhunderten geschätzt werden.

ÜBRIGENS:
Der Name Gentiana geht vermutlich auf den illyrischen König Gentius zurück, der bereits in der Antike die Heilkraft von Enzianpflanzen beschrieben haben soll.

Kaum eine andere Herbstpflanze zeigt ein so intensives Blau wie die BARTBLUME (Caryopteris × clandonensis 'Blue Gem'). Ihre zahlreichen Blüten öffnen sich ab dem Spätsommer und werden gerne von Bienen, Hummeln und anderen Bestäubern besucht. An einem warmen Platz mit viel Licht entfaltet das kompakte Blühgehölz seine volle Wirkung und kommt auch mit trockeneren Böden gut zurecht.

Die TORFMYRTE (Gaultheria mucronata) gehört zu den Pflanzen, die im Herbst ihre große Stärke zeigen. Weiße, rosafarbene oder kräftig pinke Früchte schmücken die Zweige oft über viele Wochen hinweg und sorgen für eine überraschend lange Farbwirkung. Ursprünglich stammt der immergrünen Kleinstrauch aus den kühlen Regionen Südamerikas. An einem hellen bis halbschattigen Standort mit humusreichem, eher saurem Boden entwickelt er sich optimal.

GESTALTUNGSTIPP:
Die Torfmyrte fühlt sich besonders wohl in Gesellschaft anderer Moorbeetpflanzen wie Skimmien oder Heide.

Die eleganten Halme des CHINASCHILFS (Miscanthus sinensis) sorgen in herbstlichen Pflanzungen Höhe und Bewegung. Filigrane Blütenstände und, je nach Sorte, goldgelb bis kupferfarbenes Laub machen das Ziergras zu einem verlässlichen Begleiter der zweiten Gartensaison.

Seit Jahrhunderten gelten EULEN als Symbol für Weisheit. Diese liebevoll gestalteten Keramikfiguren bringen den beliebten Waldbewohner auf charmante Weise in Garten und Zuhause.

FOTOS:
progarten – stock.adobe.com

Zurück
Zur Startseite