Ich liebe sie einfach, diese Hortensien

– sogar als Tee!

Ihre üppigen Blütenbälle sind der Inbegriff des blühenden Bauerngartens. Blaue Hortensien, rosafarbene, rot blühende oder weiße, mit der Blütenfülle der Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) lassen sich leicht Akzente in der Gartenstruktur setzen. Und das im Beet ebenso gut, wie im größeren Kübel.

Um blau blühende Hortensien davor zu bewahren, dass sie mit der Zeit in schmutziges Rosa umschwenken, muss ihr Boden recht sauer bleiben (pH 4.0 bis 4.5) und es muss ausreichend düngendes Aluminium im Boden zur Verfügung stehen. Um beides sicher zu stellen, empfiehlt sich die Versorgung blauer Hortensiensorten mit Spezialdüngern zur Blaufärbung der Hortensien (Präparate wie „Hortensienblau“ oder „Blaue Hortensien“). Blaufärbung funktioniert natürlich nicht bei weißen oder rein rot blühenden Hortensien, wohl aber bei Tellerhortensien (Hydrangea serrata). Und speziell diese Hortensie bietet eine Überraschung für Kräutertee-Freunde: In Japan wird die Tellerhortensie seit jeher für einen süßlichen Tee (Amacha-Tee), der eingedickte Tee wiederum als traditionelles Süßungsmittel verwendet.

Zu einem solchen Tee zubereitet werden dabei die jungen Blätter und Triebspitzen. Den höchsten Süßegrad (Wirkstoff Dulcin, rund 250-mal süßer als Rübenzucker) hat die Pflanze im Juli, in Blättern aus dem Halbschatten. Die traditionsreichste Sorte, die zur Teebereitung verwendet wird, ist `Oamacha´. Die Süße entwickelt sich umso besser, wenn die frisch geernteten Blätter ein paar Tage an luftigem, luftfeuchtem Ort welken gelassen werden. Und wenn der damit frisch aufgegossene Tee etwa eine Viertelstunde ziehen gelassen wird.